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Ich bin Herkules

Baile Herculane im Westen Rumäniens ist einer der ältesten Kurorte Europas. Schon vor Jahrhunderten kamen Könige und Königinnen ins Herkulesbad, um ihre Körper in das Heilwasser zu tauchen. Vom alten Glanz ist wenig geblieben. Die Dokumentation begleitet drei Masseure um die 70 bei ihrer Arbeit und Leben in diesem aus der Zeit gefallenen Ort, wo alles nach Herkules benannt ist.

Herkules, der mythologische Held der Sage, soll einst in Baile Herculane im Westen Rumäniens geruht haben. Deshalb ist dieser alte Kurort Europas, wo bereits vor Jahrhunderten Könige und Königinnen hinkamen, um ihre edlen Körper in das Heilwasser zu tauchen, nach ihm benannt. Vom alten Glanz ist wenig geblieben. Heute kommen eher ärmere Rumänen zur Kur. In diesem aus der Zeit gefallenen Ort, wo alles nach Herkules benannt ist, dreht sich das Leben um die vergebliche Suche nach ewiger Jugend, um Wellness und Gesundheit. In der Dokumentation führen Mitica, Relu und Gelu, alle drei um die 70 Jahre alt und Selfmade-Masseure, durch diesen „Discount-Garten-Eden“ im Osten Europas. Diese modernen Nachfahren Herkules’ sind Kollegen und Rivalen, wenn sie um Kunden buhlen und ihre Heilmethoden anpreisen. Und als die Stadtverwaltung beschließt, eine neue Herkules-Statue in Auftrag zu geben, ist der gewaltige Mitica sofort dabei – ein wenig in der Hoffnung, selbst Modell stehen zu dürfen. Nach dem schmerzhaften Übergang vom Kommunismus zu Demokratie und Kapitalismus in einer Zeit der Krise steht Baile Herculane für die Suche einer ganzen Gesellschaft nach Wohlbefinden. Jeder der drei Masseure sieht sich als moderner Herkules – und sie alle arbeiten im Akkord am sozialen Körper.

Regisseur: Marius Iacob
Producer: Irina Andreea Malcea, Christian Popp

Länge: 75/52 min
Fertigstellung: 2017

Eine Koproduktion mit Manekino Films (Rumänien).