Select Page

Beyond Punishment

Ein Film von Hubertus Siegert

Freiheit ist, was du aus dem machst, was dir angetan wurde. Drei ganz unterschiedliche Länder und je ein Fall von tödlicher Gewalt. Drei Männer, die getötet haben, und drei Familien, die jemanden verloren haben. In der üblichen Vorstellung von Schuld und Strafe ergibt das drei, die bestraft werden, und drei, die vergessen sollen. Unvorstellbar, dass sich beide Seiten annähern. Der Film beobachtet dreimal das Unmögliche: Seinem Feind begegnen, in Gedanken, in Botschaften, im realen Leben. Ein Film, der unsere Vorstellung von Schuld und Strafe verändert.

Die Seite zum Film „Beyond Punishment”

 

 

ohne-titel

1. Platz Festival Max Ophüls Preis 2015

Nominiert für Bester Dokumentarfilm, Deutscher Filmpreis 2015

Regiepreis METROPOLIS 2015

Berlinale – LOLA 2015

Nominiert Hessischer Filmpreis 2015

Film ohne Grenzen Festival 2015

DOK.fest München 2015

Badische Zeitung […] in Hubert Siegrists hoch gelobtem Dokumentarfilm “Beyond Punishment”, in dem es um Schuld und Vergebung, ums Nicht-Vergessen-Können und um das Ringen um den inneren Frieden von Opfern und Tätern geht.

Berliner Zeitung Darin stellt der Berliner Filmproduzent Hubertus Siegert die allgemeine Vorstellung von Schuld und Strafe und somit auch das Prinzip des Justizvollzuges in Frage.

Rheinische Post Siegert hat seinem Film ein Zitat vorangesetzt. Es ist die Lehre seiner Recherche: “Freiheit ist das, was du aus dem machst, was dir angetan wurde.” Sein Film handelt von der Kraft, die es kostet, ein freier Mensch zu sein.

Spiegel Online Mit “Beyond Punishment” hinterfragt der Regisseur ein Strafsystem, das bisher keinen Weg gefunden hat, Opfern und Tätern von Gewaltverbrechen echten Frieden zu verschaffen.

Zeit Online Beyond Punishment heißt der Film, in dem der Regisseur Hubertus Siegert versucht, die Angehörigen von Gewaltopfern mit Tätern ins Gespräch zu bringen.

Stuttgarter Nachrichten Überhaupt ist der Film bemerkenswert: Trotz seiner schweren Thematik strahlt er eine ungeheure Ruhe aus, wirkt fast meditativ.

Stuttgarter Zeitung Siegert gibt Opfern wie Tätern gleichermaßen Raum, sich zu erklären. Diese Herangehensweise ist fair, aber auch ein Wagnis, weil der Film nicht nur Mitgefühl für die Hinterbliebenen, sondern auch Verständnis für die Täter einfordert, die sich in gewisser Weise selbst als Opfer unglücklich verketteter Umstände erleben. Deren Verantwortlichkeit relativiert Siegerts Film aber nicht.

Süddeutsche Zeitung Zwei Welten will der neue Film von Hubertus Siegert zusammenbringen, die eigentlich brutal entgegengesetzt sind, die Welt der Opfer und die Welt der Täter von Gewaltverbrechen. Ein Film der Fluchtlinien, der Ausweich- und Abwehrbewegungen, der Rückzugsmanöver.

Der Tagesspiegel Nachhaltig erörtert die mit kluger Stringenz montierte Dokumentation die Grundfragen von Schuld, Sühne und Vergebung.

Wolf sieht fern (Fritz Wolf) Diese wunderbaren Kinobilder sind nicht nur eine Erholung für die Sinne zwischen all dem Leid, das dieser Film zur Sprache bringt, sondern auch ein Hinweis auf das Leben und seine Schönheit, die durch Verbrechen angegriffen und zerstört worden ist – auch in den Tätern und in den Hinterbliebenen.

Wiesbadener Kurier Und ein so mutiger wie eindringlicher Film, der unter die Haut geht.

epd-film Verlust und Vergebung, Trauer und Wut: Es sind existenzielle Gefühle, die Siegert in seinem Film verhandelt. Da hätte man viel falsch machen können. Siegert hat sich für den – einzig richtigen – Weg der distanzierenden Beobachtung entschieden, ohne jede Musik, mit einem sparsamen, von ihm selbst gesprochenen, eher erzählenden Kommentar. Und er vertraut den ruhigen, genau gewählten Einstellungen, in denen seine Figuren stets der Mittelpunkt sind.

Criminologia Blog Dennoch ist der Film nie rührselig. Er ist nüchtern und sachlich – und er zieht Zuschauer nicht durch verblüffende Lösungen, sondern gerade dadurch in seinen Bann, dass er Wege zur Überwindung der Aporien und Traumata erfragt und andeutet, unterstützend zu suchen hilft – und doch immer wieder neue Hindernisse und verpasste Gelegenheiten zu vermelden hat.

Perlentaucher “Beyond Punishment” ist vor allem ein Beobachtungsfilm. Steile Thesen oder gar eine lautstark vorgetragene Agenda sind Siegerts Sache nicht […]. Stattdessen gestattet Siegert den Luxus und den diskursiven Freiraum zur Sammlung, Reflexion und Problematisierung – wohlgemerkt: dem Publikum, denn der Film selbst kaut nichts vor, versucht, trotz seinem zuweilen etwas pathetischen ausgestellten Ernsts, nichts einzuflüstern und zu insinuieren.

BAGS Beyond Punishment ist ein Plädoyer für einen verantwortungsvollen, mitfühlenden Umgang mit Menschen, die als Geschädigte oder Täter mit der Grenzerfahrung Mord konfrontiert sind. Die soziale Strafrechtspflege in Deutschland kann von Filmen wie diesen nur profitieren.

Als DVD im Handel erhältlich bei Good Movies

 

Regisseur: Hubertus Siegert
Kamera: Marcus Winterbauer, Jenny Lou Ziegel, Börres Weiffenbach
Ton: André Zacher
Schnitt: Anne Fabini
Produzent: Hubertus Siegert
Ko-Produzent: Christian Popp
Redaktion: Udo Bremer
Länge: 90 min
Produktionsjahr: 2015

Eine Produktion von S.U.M.O. Film in Ko-Produktion mit ZDF/3SAT und DOCDAYS Productions. Gefördert von HessenInvestFilm, Deutscher Filmförderfonds, BKM Filmförderungsanstalt, Media Development, DEFA Stiftung, Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.